Am 7. April war der ehemalige Buchenwaldhäftling Stepan Baz zu Gast im Wahlkreisbüro in Greiz und anschließend im neuen Jugend- und Freizeitpark in Zeulenroda.
Es fällt ihm noch immer schwer, über seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald zu erzählen. Und dennoch hält er es für wichtig, damit die nachfolgenden Generationen ihre Lehren aus der Geschichte ziehen und so ein Wahnsinn nie wieder passiert.
Jährlich treffen sich ehemalige Häftlinge des KZ Buchenwald am ersten Sonntag im April, um ihrer Selbstbefreiung zu gedenken. In diesem Jahr war Stepan Baz zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder dabei. 1927 geboren, hatte der Ukrainer abgelehnt, für die Faschisten zu arbeiten. Nach Deutschland verschleppt, arbeitete er zuerst in der Kohlenindustrie und wurde danach in das KZ Buchenwald gebracht.
Durch Folter verlor er seinen rechten Unterarm. Einigen Häftlingen, unter ihnen der Vater von Anni Hergenhan, ist es zu verdanken, dass Stepan Baz überlebte. In einer Nacht- und Nebelnotoperation wurde der rechte Unterarm amputiert. Anschließend wurde Stepan Baz für tot erklärt und versteckt. Nur wenige wussten davon. Diese anderen Gefangenen sahen in ihm ihren eigenen Sohn und halfen ihm, zu überleben. Dabei erkannte er, wie wichtig Solidarität ist und dass es auch gute Deutsche während der Zeit des Nationalsozialismus gab.
Nach der Selbstbefreiung durch die Häftlinge des KZ Buchenwald, trennten sich die Wege des Häftlings und seiner Retter. Stepan Baz kehrte in seine Heimat zurück. Mutter und Vater waren wie durch ein Wunder noch am Leben. Bis zu Stalins Tod riss der Kontakt zu seinen Rettern ab. Zu groß war die Angst, aus einer Freundschaft mit einem Deutschen, können große Probleme entstehen. Erst nach Stalins Tod wurde der Kontakt wieder aufgenommen. Groß war die Freude auf beiden Seiten. Den ersten Briefen folgten schnell erste Treffen. Bis zum Tode des Vaters von Anni Hergenhan, wurden diese in Abständen gepflegt.
Nun hat sich Anni Hergenhan zur Aufgabe gemacht, dem heutigen Rentner den Besuch des Gedenktreffens der ehemaligen Häftlinge zu ermöglichen. Gleichzeitig berichtete er als Zeitzeuge aus seinem Leben. Stepan hatte Glück – er überlebte, weil ihm Menschen halfen. Damit die Erinnerung nicht erlischt, wird er wenn es seine Gesundheit und seine Kräfte erlauben, wieder kommen. Wir freuen uns darauf!
Vielen Dank an Anni Hergenhan und Holger Steinger, die das Treffen erst ermöglichten.
Frank Lux setzt sich im ersten Wahlgang souverän durch
Bericht von der Wahl des Direktkandidaten im Wahlkreis 39
Der Einladung zur Wahl des Direktkandidaten der Partei DIE LINKE. waren 51 Genossinnen und Genossen am Donnerstag, 19.02.2009 ins Cafe „Karpfenpfeifer“ in Zeulenroda gefolgt. Drei Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich dem Wählervotum.
In einem kurzen Statement ging die Kreisvorsitzende auf die Rolle der jetzigen im Landtag vertretenen Parteien ein. Die SPD zeigt mit der Aufstellung ihrer Landesliste wenig Willen, DIE LINKE. als größeren Partner anzuerkennen. Keiner der ersten zwanzig Kandidaten steht für eine Zusammenarbeit von Rot-Rot unter Ramelow zur Verfügung. Auch die Besetzung des landespolitischen Themas Bildung erst auf Rang 15 spricht Bände für die Ernsthaftigkeit der Arbeit der SPD. Natürlich werden wir auch damit rechnen müssen, dass die kleineren Parteien wie FDP oder Grüne in den Landtag streben. Besorgnis erregt jedoch der Antritt der NPD. Hier können wir nur gemeinsam im Kampf gegen die erstarkenden rechtsextremen Kräfte agieren und immer wieder aufklären. Nach einer kurzen Diskussion kamen wir zum Höhepunkt der Veranstaltung.
Die drei Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich in alphabetischer Reihenfolge vor, benannten ihr Politikfeld und antworteten auf die gestellten Fragen. Dabei spielten Erfahrungen in der Kommunalpolitik genauso eine Rolle, wie der berufliche und der politische Werdegang. Die Anwesenden hatten das Recht an alle Kandidaten Fragen zu stellen, was auch entsprechend geschah. Da sich alle drei Kandidaten in den BO’s vorgestellt haben und für den Kreistag kandidieren, erspare ich mir hier an dieser Stelle weitere Ausführungen.
Das Wahlergebnis war sehr eindeutig und honoriert sicher den Einsatz von Frank Lux in den letzten Jahren für unsere Partei. Mit 26 von 47 Stimmen gewann Frank Lux im ersten Wahlgang. Herzlichen Glückwunsch an ihn. Auf Ines Zipfel entfielen 11 und Uwe Hauptmann 10 Stimmen. Ich bedanke mich bei allen Anwesenden für die Disziplin und erhoffe von allen Genossinnen und Genossen und den Sympathisanten einen engagierten Wahlkampf.
Diana Skibbe
Greizer Familienfest der LINKEN setzte ein erstes Achtungszeichen
Das Greizer Familienfest der LINKEN am gestrigen Sonnabend vereinte sowohl alt und jung, als auch Genossinnen und Genossen mit Sympathisantinnen und Sympathisanten unserer Partei miteinander. Bei schönstem Spätsommerwetter trafen sich am gestrigen Nachmittag fast 50 Menschen zu Sport und Spiel für die jungen und jung gebliebenen, als auch Erholung bei Kaffee oder Limo und Bier. Natürlich kamen in so einem Kreis auch die guten Gespräche nicht zu kurz.
Ein erster Höhepunkt war die Aufnahme des Genossen Karlheinz Maak aus Mohlsdorf in die Reihen der LINKEN. Der Ortsvorsitzende aus Greiz Rene Kramer und die Kreisvorsitzende Diana Skibbe gratulierten ganz herzlich.
Den abschließenden Höhepunkt der Veranstaltung bildete ein Auszug aus dem Programm der Tippelbrüder. Jochen Weiße trug einige der Wander- und Handwerkslieder vor und erfreute die Kinder mit einigen Kinderliedern zum Mitsingen.
Vielen Dank an Holger Steiniger, der sich um die Vorbereitung des Festes kümmerte. Ein herzliches Dankeschön geht an die Senioren um Marianne Weiß und die Familie Gothe, die die Versorgung mit Kaffee und Kuchen übernahmen. Ein ebenso herzliches Dankeschön geht an Peter Skibbe, der die Verpflegung mit Deftigem vom Rost wunderbar im Griff hatte.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung der noch weitere folgen sollten.
Diana Skibbe