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22. Mai 2017

Arbeitsbesuch in der Verbraucher-Insolvenz-Beratung (VIB) Altenburg

Mit den Bundestagsabgeordneten  Caren Lay und Frank Tempel (DIE LINKE.) führten wir am 22. Mai ein Arbeitsgespräch in der VIB Altenburg durch. Frau Helbig, die Teamleiterin der Beratungsstelle, brachte zum Ausdruck, dass es für sie eine große Ehre ist, Bundestagsabgeordnete im Haus begrüßen zu dürfen. Vor allem weil es in den Beratungsstellen um Menschen geht, die bei der Politik der großen Parteien keine Beachtung mehr finden. Es sind Menschen, die meist zu spät kommen, wenn z.B. der Strom abgeschaltet wurde, die Räumungsklage vorliegt und die Handyschulden zu groß werden. Die Probleme ziehen sich durch alle Bevölkerungsschichten - Harz IV Bezieher, Senioren, EU- Rentner, Jugendliche in Ausbildung, durch Scheidung, Oma und Opa die Bürgschaften unterschreiben und die Finanzierung nicht gedeckt ist oder durch Krankheit, um nur einige zu benennen. Der Wunsch von Frau Helbig an die Politik: Die Anerkennung des Berufes „Schuldenberater“ , da für die Berater derzeit nur ein Zertifikat ausgereich wird. Die Arbeit der Berater in den VIB sollte mehr Anerkennung finden, mit ausreichend finanzieller Ausstattung versehen werden, und bedarfsgerechte Personalzahlen in ganz Thüringen geschaffen werden. Wichtig wäre es, in den Schulen regelmäßige Gespräche über die Problematik der Schuldenfalle zu informieren, um den Schülern zu verinnerlichen, welche Folgen Schulden haben können und wie schnell man Schulden anhäufen kann. Gelobt hat Frau Helbig die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt in Altenburg, es gibt gute Kontakte mit Berufsbetreuern und eine gute Zusammenarbeit mit den Gerichtsvollziehern. Für Caren Lay waren einige der angesprochenen Probleme neu und sie wird diese für ihre Arbeit in den Bundestag mitnehmen. Ich bemühe mich im Landtag gerade beim Haushalt 2018/2019 für die VIB in Thüringen die finanziellen Ausstattungen zu verbessern und konnte auch schon Einiges erreichen. Es sind kleine Erfolge, die den Beratern in den VIB bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit helfen. Ich wünsche den Mitarbeitern der VIB in Altenburg weiter viel Kraft und Erfolg in ihrer Beratungstätigkeit. Mein Ziel ist es als Sprecherin für Verbraucherschutz auch weiter den VIB in Thüringen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.